Donnerstag, 27. Februar 2014

Alice im Zombieland

Seitenanzahl: 416
Verlag: darkiss
Gebundenes Buch: 14,99€
Autor: Gena Showalter
ISBN 978-3-86278-986-3


Reihe (1/?)

1. Alice im Zombieland
2. Rückkehr ins Zombieland






Kurzbeschreibung

An ihrem 16. Geburtstag sieht Alice "Ali" Bell eine Wolke, die die Form eines weißen Kaninchens hat. Kurz darauf passiert, was Alice nie für möglich gehalten hätte: Ihre Eltern, ihre Schwester und sie werden von Zombies angegriffen. Nur Ali überlebt. Sie zieht zu ihren Großeltern nach Birmingham und fängt an einer neuen Schule an. Um ihre Familie zu rächen, will Ali lernen, Untote zu besiegen. Um zu überleben, muss sie dem undurchsichtigsten Typ an der Asher High vertrauen: Cole Holland weiß, wie man Zombies jagt. Aber er hat selbst Geheimnisse; und es scheint, dass die größten Gefahren dort lauern, wo Ali sie am wenigsten vermutet

Wie finde ich das Cover?

Bei dem Cover gefällt mir besonders gut der düstere Hintergrund, welcher die Stimmung von manchen Szenen gut wiederspiegelt, nur passt der Gesichtsausdruck von dem Mädchen nicht wirklich. Sehr schön ist auch, dass der Name der Autorin in der selben Farbe wie das von dem Kleid ist und unter dem Schutzumschlag lemongrün, was mir extrem gut gefällt, da ich ein großer Fan von der Farbe bin.

Wie ist meine Meinung?

"Alice im Wunderland", wer kennt diese berühmte Geschichte denn bitteschön nicht? Aber im Zombieland statt Wunderland klingt auch nicht schlecht. Problem nur es taucht bloß ein Kaninchenwolke auf und die Prota heißt Alice, ansonsten ist da echt nichts. Bevor ich das Buch begann, habe ich noch eine Rezi gelesen-zum Glück, denn sonst wäre ich wahrhaft enttäuscht gewesen.
Zombies sind schon etwas länger angesagt, aber Zombiejäger? Von denen habe ich noch nie was gehört und auch, wie man gegen die Zombies hier kämpft ist absolut neu und hat mir sehr gut gefallen! Vieles war aber einfach nur da und es wurde nicht erklärt, was wohl daran liegt, dass sie selbst keine Ahnung haben wieso, aber es war mir zu viel Ahnungslosigkeit. Die Erklärungen, welche es gab, waren aber dann doch etwas lasch und nicht ganz verständlich.
Zu Anfang hatte ich hier und da mal starke Probleme mit Alice, denn als ihre Familie gestorben ist und sie im Krankenhaus aufgewacht ist und die Ärzte Mitleid mit Alice hatten, war Alice total sauer auf sie, ach ja ich bin so einsam und diese Menschen wissen überhaupt nicht wie das ist und bla. Klar kann ich verstehen, wenn man nicht bemitleidet werden möchte, aber das hat mich so aufgeregt, wie pissig sie darauf reagiert hat. Ich meine sie ist ja nicht die erste, die ihre ganze Familie verloren hat. Auch hatte sie zu ihrer Mutter gesagt, wieso sie sich nicht von ihrem Vater scheiden lässt, weil er paranoid ist, da er die Zombies sehen kann und weiß, was es mit ihnen auf sich hat. So was wünscht sich doch niemand! Eher das Gegenteil, sie soll sich glücklich schätzen, dass ihre Eltern noch zusammen sind. Da wäre dann auch noch ihre geliebte Schwester Emma, die aber gar nicht so bezaubernd ist, wie Alice sie vorstellt, denn sie ist selbstsüchtig und versucht alles nach ihrem Willen geschehen zu lassen. Auch konnte mich Alices Trauer nicht richtig überzeugen und sie denkt gar nicht mal so oft an ihre Familie. Es kam mir nicht so vor, als ob sie trauern würde, denn es kommt mir so vor, als ob ihre restliche Familie im Urlaub ist und sie solange bei ihren Großeltern lebt. Außerdem, wo wären wir, wenn die Hauptperson nicht am ersten Tag ein heißen Kerl kennen lernt und durch das Schicksal mit ihm zusammen gebracht wird? Dieser Typ heißt Cole und ich wurde nicht so recht warm mit ihm. Er war mir so was von egal und ich konnte auch nicht verstehen, was Alice an ihm findet. Okay er ist ein Bad Boy und heiß, aber sein Verhalten ist sehr merkwürdig. Diese Liebesgeschichte hier ist echt unrealistisch und nervt etwas mit dem ganzen Hin und Her.
Ach ja, da wäre auch noch Kat, Alis beste Freundin, dessen Art unglaublich locker ist und auf dem ersten Blick ist sie gewöhnungsbedürftig und entweder man mag sie oder nicht. Sie ist einer der Charaktere, die das Buch so auszeichnen und im Inneren ist sie ein guter Mensch.

Oh man, wenn ich mir das hier so durchlese klingt das Buch ja eher schlecht, aber das war es keinesweges! Ich wollte nie aufhören zu lesen, weil die Kapitel oft mit einem Cliffhanger endeten und dann musste ich weiter lesen und es wollte keine Stelle kommen an der ich gut aufhören konnte. Der Schreibstil ist auch etwas merkwürdig und lies sich an manchen Stellen wie eine Nacherzählung, denn die Dialoge waren manchmal in diesem Stil:

Cole: [...]
Nana: [...]
Ich: [...]

Aber das taucht zum Glück nicht oft auf und ansonsten lies es sich sehr gut. Auch ließ mich das Ende nicht total unbefriedigend zurück, aber es sind so viele Fragen offen, die lieber beantwortet werden sollten.

Fazit

Alice war zu Anfang sehr nervig, ihre Emotionen konnten mich nicht völlig überzeugen und das Buch ist manchmal schwer zu lesen, aber dieser Zwang immer weiter lesen zu müssen und auch nicht aufhören zu können ist das Entscheidende für mich und die anderen Sachen sind eher im Hintergrund.
Auch ist die Idee schön unverbraucht, nur manchmal mangelte es an der Umsetzung.


Bewertung

☺☺☺☺




Mittwoch, 19. Februar 2014

Speechless [sprachlos]

Seitenanzahl: 300
Verlag: darkiss
Broschiert: 12,99€
Autor: Hannah Harington
ISBN-13: 978-3862788484














Kurzbeschreibung

Neuigkeiten verbreiten, über andere reden Gossip-Girl Chelsea liebt es. Als sie auf einer Party Zeugin einer intimen Situation wird, erzählt sie natürlich allen davon. Mit schrecklichen Folgen: Ihr Freund Noah wird so zusammengeschlagen, dass er im Koma landet; die Polizei ermittelt; und Chelsea wird von allen gemieden. Um ihren Fehler nicht zu wiederholen, legt sie ein Schweigegelübde ab, genau wie der buddhistische Mönch, über den sie gelesen hat. Einen Monat will sie schweigen, in der Schule und zu Hause. Manche hassen sie dafür aber plötzlich öffnen sich in ihrer stillen Welt Türen: zu einem wunderbaren Jungen, zu Menschen, die ihr verzeihen könnten. Vorausgesetzt, sie kann sich selbst verzeihen.

Wie finde ich das Cover?

Das Cover ist ein Traum, wenn man es in den Händen hält. Leider kommt es auf Bildern nicht so wundervoll rüber, wie es ist, denn der Titel ist hervorgehoben, weiß und nur manche Buchstabenlinien sind grau. Die Oberfläche des Buches ist auch nicht flach, sondern es gibt so glänzende Kacheln und auf der Rückseite steht auch "nur ein SORRY reicht nicht" im Stil wie vom Titel, was mir echt gut gefällt! Selbst im Regal hebt sich das Buch mit dem Buchrücken von allen anderen ab und ist ein echtes Highlight (siehe Bild).


Wie ist meine Meinung?

Als ich den ersten den ersten Abschnitt gelesen und Chelsea kennen gelernt habe, war ich erst mal sprachlos und fand sie so unsympathisch! Ich habe auf den ersten Blick so überhaupt nicht herauslesen können, dass Kirsten ihre "beste Freundin", sondern nur mit ihr befreundet ist, um beliebt zu sein. Was ich ja immer wieder komisch finde ist, dass die Zicken die Beliebtesten sind. Aber beliebt ist man ja, wenn man von allen gemocht wird und die Zicken werden ja nicht gemocht und man scheut sich auch nicht davor zurück zu Zicken. Also wieso verdammt nochmal ist es bei Büchern und Filmen immer so, dass sie die Beliebtesten sind?! Ich blicke echt nicht durch. Bei Kirsten ist es nicht wirklich der Fall, dass sie eine richtige Zicke ist. Jedenfalls hatte ich nicht das starke Gefühl. Ich konnte gut verstehen, wieso sie sich von Chelsea abgewandt hat, denn ich hätte es an ihrer Stelle auch getan. Und da wären wir wieder bei Chelsea, die echt Kirstens Schoßhündchen war und sich so leicht von ihr beeinflussen ließ, damit die beiden gut befreundet bleiben und schreckt auch nicht vor gewissen Dingen zurück. Chelsea benahm sich anderen gegenüber total unfreundlich, die nicht in ihrer Rangordnung sind und dachte auch extrem oberflächlich. So langsam bin ich auch total genervt von den Mädchen die eigentlich nur für einen Jungen schwärmen, aber so tun als ob sie unsterblich in ihn verliebt sind, wobei sie sich noch nicht mal kennen! Hier war wieder so ein Fall und ihre Gedankengänge als es um den besagten Jungen ging, waren fast nicht zum aushalten. 

Aber nachdem sie ihre "Freunde" verraten hat, sich alle von ihr abgewendet haben und sie ihr Schweigegelübde gemacht hat war sie nicht mehr das oberflächliche Ding und begann sich selbst zu finden, denn sie beginnt zu verstehen, dass ihre Entscheidungen auch Konsequenzen mit sich ziehen, die mal mehr, mal weniger hart sind. Die Entwicklung ging mir aber etwas zu schnell, denn irgendwie von dem einen Tag auf den anderen Tag ist die banale Chelsea wie vom Erdboden verschluckt. Ja klar hat es auch was damit zu tun, dass keiner gut auf sie zu sprechen ist, aber es musste doch noch ein altes Stück von Chelsea in ihr stecken.

Ich finde die Themen wie Homosexualität und Mobbing, die hier angesprochen wurden auch sehr gut. Bloß denke ich, dass sie etwas unrealistisch dargestellt wurden, nur weil ein Junge schwul ist wird ihm aufgelauert und er wird Krankenhausreif geprügelt? Ich denke in der Gesellschaft, in der wir heutzutage leben, würde so etwas nicht passieren. Ja okay Ekel, Verachtung und Beschimpfungen kann ich mir schon vorstellen, aber solche Maßnahmen bei einem Typ, den man nicht mal kennt?

Der Schreibstil ist jugendlich gehalten und lies sich insgesamt gut lesen und dass die Großschreibung bei Schreibaustausche (als Ersatz für das Sprechen) manchmal nicht beachtet wurde machte das Buch authentischer. Aber so wirkliche Spannung kam bei mir nicht auf und ich hatte ebenso nicht das Gefühl das Buch unbedingt weiter lesen zu müssen. Es hat mich nicht an sich gebunden und ich konnte immer gut aufhören und hatte nicht das dringende Bedürfnis genötigt worden zu sein die Geschichte weiter zu lesen. An manchen Stellen war es auch langweilig, weil da einfach nur der uninteressante Alltag beschrieben wurde. Das ist so ein Ding bei "realistischen" Jugendbücher welches bei mir fast immer auftaucht und ich verstehe noch nicht mal wieso! 

Fazit

Leider bin ich nicht so begeistert von "Speechless" wie alle anderen Leser. Zwar finde ich die Themen gut, den Schreibstil authentisch, aber Chelseas Entwicklung ging mir viel zu schnell, auch konnte mich das Buch einfach nicht fesseln und dieser Drang zum Weiterlesen hat mir oftmals gefehlt.

Bewertung

☺☺☺




Dienstag, 11. Februar 2014

Gray Kiss

Seitenanzahl: 412
Verlag: darkiss
Broschiert: 12,99€
Autor: Michelle Rowen
ISBN-13: 978-3862788811

Reihe (1/2)

1. Dark Kiss
2. Gray Kiss








 Kurzbeschreibung

Ich bin Samantha, eine Gray . Ein entsetzlicher Hunger brennt in mir, und um ihn zu stillen, muss ich küssen. Als der Fluch begann, habe ich Seelen geraubt jetzt bringe ich den Tod. Nur bei einem wirkt dieser grausame Zauber nicht: Bei Kraven, einem Dämon. Dabei ist er der Bruder von Bishop, den ich wirklich will, aber nicht haben darf. Denn Bishop ist ein Engel mit sterblicher Seele. Verliebt in einen Engel, geküsst von einem Dämon, gefangen zwischen zwei Brüdern das ist erst der Beginn meiner Probleme! Denn immer mächtiger werden in mir die übernatürlichen Kräfte. Plötzlich kann ich in Bishops Vergangenheit schauen. Und was ich dort sehe, raubt selbst mir, einer Gray , den Atem.

Wie finde ich das Cover?

Der Stil ist der selbe wie von "Dark Kiss" nur mit anderen Motiven und der pinken Farbe. Ich finde die Person auf dem Bild wirkt auch etwas gruselig, wegen dem Blick. "Gray Kiss" ist wieder mal der perfekte Titel für das Buch. Und ich finde es auch gut, dass nicht der erste schon so heißt, weil die Wirkung mit dem Kuss ist ja ebenso bei Bishop und so kann man die beiden Bücher als eine Reihe identifizieren anhand den Namen. "Dark Kiss" würde hier nicht wirklich passen.

Wie ist meine Meinung?

Oh Gott, oh Gott, oh Gott, diese Kurzbeschreibung ernsthaft?! [...]gefangen zwischen zwei Brüdern[...] also echt, mich würde es nicht wundern, wenn manche das Buch dann sofort in den Wind schießen würden. Dabei ist das noch nicht mal ein richtiges Dreieck. Ja, ja okay es werden paar nicht ganz unschuldige Küsse ausgetauscht zwischen Sam und Kraven, aber die kommen nicht durch Liebe. Auch hatte ich gar nicht das Gefühl, dass sie sich wirklich von Kraven angezogen fühlt. Es sprühten zwar Funken, aber nein ich kann mir die beiden als Paar echt nicht vorstellen, also haut diesen Teil vom Klappentext in den Wind und überliest es, denn das Buch lohnt sich wirklich!

Zu Anfang wurde die Situation kurz erläutert, sodass ich nicht ins kalte Becken gesprungen, sondern langsam wieder in die Geschichte eingetaucht bin. Auch gab es dieses mal keine stockende Momente die meinen Lesefluss unterbrochen haben, weshalb ich das Buch sehr schnell durch hatte. Ich wollte auch gar nicht aufhören, weil die Autorin es geschickt geschafft hat immer Häppchen an Informationen rauszurücken, die Fragen aufgeworfen hat, welche ich natürlich beantwortet haben wollte. Aber um die Antwort zu bekommen muss ich weiter lesen und schon wieder kam eine unerwartete Erkenntnis an Licht, die ich beantwortet haben musste und so weiter, da kann ich ja schlecht aufhören. Im ersten Band sind gar nicht mal so viele unerwartete Wendungen passiert, deshalb war ich sehr überrascht darüber, dass hier auf einmal so extrem viele gekommen sind! Bei "Dark Kiss" habe ich schon einen bestimmten Ablauf gesehen, der oft auch so eingetreten ist, aber hier keine Spur von meiner Vermutung!  

Sam hat sich auch weiter entwickelt und läuft nicht mehr so bläulings durch Leben und sie beweist schon wieder ihre Stärken, aber sie hat auch Schwächen, die nur allzu deutlich ans Licht kommen. Die Beziehung von Bishop zu Kraven lichtet sich immer weiter und ich hatte bei "Dark Kiss" eine Schwäche für Kraven und das was ich hier erfahren habe hat mich ihn auch verstehen lassen können und etwas anderes als die sarkastische Maske in ihm gesehen, die er immer aufsetzt und ich konnte auch seine Motive sehr gut nachvollziehen. Interessant ist auch der neue Charakter, der hier auftaucht und manches Blut in Wallungen bringt, ob durch Neid oder Liebe ist eine andere Frage. Ich habe es sehr genossen, dass meinem gewissen unbekannten  Lieblingscharakter (abgesehen von Kraven) mehr Aufmerksamkeit gewidmet wurde. Leider meinte das Schicksal es nicht gut mit ihm.

Das große Show-Down hat es auch wirklich in sich, denn da wird noch die ein oder andere große Bombe knallen gelassen, die es echt in sich hat. Meinem Gefühl nach, war es aber etwas kurz und die Atmosphäre hat sich nicht ganz auf mich übertragen lassen und ich finde die Opfer waren dafür nicht wert. Auch lässt das Ende paar unbeantwortete Fragen zurück, aber die Handlung und die Reihe sind an sich abgeschlossen.

Fazit

"Gray Kiss" konnte mich mit seinen überraschenden Wendungen, den Charakteren und dem Schreibstil überzeugen. Nur den Show-Down habe ich mir etwas ausschweifender gewünscht und der Klappentext könnte falsche Erwartungen wecken, ansonsten kann ich euch die Reihe echt nur ans Herz legen, weil der Spaßfaktor sehr groß ist! Und die Kritikpunkten eindeutig unterliegen ;)

Bewertung

☺☺☺☺☺